Trial Informationen

Die Schweizermeisterschaft der Herdengebrauchshunde wird jedes Jahr von einer Regionalgruppe der SSDS organisiert und erstreckt sich über drei Tage, von Freitag bis Sonntag. Sie besteht aus einem Klasse 3 Vorlauf, der an zwei Tagen Freitag und Samstag ausgetragen wird, sowie einem Klasse 3 Finallauf für die besten Teams des Vorlaufs, der am dritten Tag am Sonntag stattfindet. Zudem dürfen am Samstagvormittag die besten Teams der Klasse 2 an den Start.

​Pacour Vorläufe

Der Parcours der Vorläufe entspricht einem anspruchsvollen Klasse 3 Parcours und wird durch ein zusätzliches Singling ergänzt. Die maximale Punktzahl beträgt 110 Punkte.

​Parcours Final

Der Finalparcours ist ein herausfordernder Klasse 3 Parcours mit Vereinzeln. Hier können insgesamt 170 Punkte erreicht werden.

Wie funktioniert eine Hirtenhund-Arbeitsprüfung?

Ablauf Trial

Bei einer Hirtenhunde Prüfung misst und vergleicht sich der Schafhalter und dessen Hund mit seiner Konkurrenz. Natürlich will er neues lernen, um mit seinem vierbeinigen Freund daheim die eigene Herde besser verwalten zu können.

Unsere «Schafhunde», die man heutzutage bei der Arbeit sehen kann, sind hauptsächlich von der Hunderasse «Border Collies». Die Mehrheit von ihnen sind registriert und haben Abstammungspapiere. Auch schon ihre Vorfahren waren registriert, nämlich in England und Schottland, von wo sie auch herstammen.

​Der Prüfungs-Parcours ist so ausgelegt, dass er verschiedene Situationen simuliert, mit denen die Hunde konfrontiert werden. Die Beziehung zwischen Hund und Führer/in muss eine Partnerschaft sein, bei der der Hund seinen eigenen Instinkt und Verstand braucht, aber auch fähig ist, auf seine/n Meister/in zu hören und dessen/deren Hilfe in Anspruch zu nehmen. Jeder Hund hat einen Lauf über den Parcours.

​Der Hund startet mit 110 Punkten. Der Richter wird ihm jedes Mal bei Hast, Feigheit, bei Abweichungen von der Ideallinie, beim Umgehen von Hindernissen oder bei unnötiger Hilfe von seinem/r Meister/in Punkte abziehen.

Die erste Phase bei der Prüfung nennt man den «outrun». Hier muss der Hund, der rechts oder links nahe bei seinem/r Meister/in liegt, sich auf Kommando von ihm/ihr lösen und über das Feld hinter die Schafe gelangen, um diese zu sammeln. Die Ideallinie des «outruns» hat die Form einer halben Birne und ist abgeschlossen, sobald sich der Hund hinter den Schafen und gegenüber von seinem Meister befindet.

​Die zweite Phase der Prüfung bezeichnen wir als «lift». Beim Übergang zu dieser Phase haben Hund und Schafe den ersten Kontakt zueinander. Hier ist es sehr wichtig, dass es möglichst ruhig zu und her geht. Jetzt veranlasst der Hund die Schafe mit dem Druck seines Blickes sich in Richtung Hirt zu bewegen. Die dritte Phase ist der «fetch», bei dem der Hund die Schafe in einer kontrollierten Art durch die Tore zu seinem/r Meister/in Bringen und hinter ihm/ihr wenden muss.

​Die nächste Phase ist das Treiben bzw. «drive». Eigentlich muss hier der Hund genau das Gegenteil vom Holen ausführen. Die Prüfung in der schwierigsten Klasse führt das Treiben über einen Dreieckskurs durch zwei Hindernisse zurück zum «shedding»-Ring. Während dem Treiben «drive» hilft der/die Meister/in seinem/r Hund mit Kommandos die Schafe ruhig, aber kontinuierlich möglichst genau durch die Tore zu führen. Diese Tore repräsentieren natürliche Zaundurchgänge, wie sie bei der täglichen Arbeit auf einem Hof, Weide und Alp vorkommen. Falls ein Hindernis verpasst wird, ist eine Wiederholung nicht mehr erlaubt. Die Treibphase endet, wenn die Schafe den «shedding»-Ring betreten. Jetzt verlässt der Hundeführer zum ersten Mal den Startpfosten.

​«Shedding» (Trennen) ist die Arbeit, bei der der Hund zusammen mit dem/r Hirt/in die zwei markierten Schafe von der Gruppe der insgesamt fünf Schafen trennen, wegtreiben und kontrollieren muss. Was bei den Arbeiten zu Hause zum Beispiel folgender Situation entspricht: Einige der Schafe des Nachbarn haben sich zur eigenen Herde gesellt, oder man muss einige Tiere aus einem anderen Grund auf dem offenen Feld absondern – beinahe ein Ding der Unmöglichkeit ohne gut ausgebildeten Hund.

Nachdem wieder alle Schafe vereinigt sind, geht der/die Hundeführer/in weiter zum Pferch «Pen», löst das Seil und öffnet das Tor. Er/Sie hält das Seil, bis der Hund alle Schafe, natürlich mit Unterstützung seines/r Führers/in, eingepfercht hat.

​Zum Abschluss folgt das «singling». Dabei muss von den 5 Schafen ein Schaf abgetrennt werden. Hat der/die Hirt/in mit seinem/ihrem vierbeinigen Helfer auch diese Aufgabe erfüllt, ist die Prüfung vollzogen und das Feld kann verlassen werden.

Wie schnell diese Aufgaben erledigt werden, spielt keine Rolle, aber die gesetzte Zeitlimite darf nicht überschritten werden.